Olympiastadion Berlin

Im Westend des Berliner Bezirks Charlottenburg liegt das Olympiastadion. Es wurde in der Zeit von 1934 bis 1936 nach Plänen von Werner Mach anlässlich der bevorstehenden Olympischen Sommerspiele 1936 mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern erbaut.

Ursprünglich war geplant, das schon bestehende Deutsche Stadion auf dem Gelände der Rennbahn Grunewald umzubauen. Dieses 1913 von Kaiser Wilhelm eröffnete Stadion, seinerzeit eines der größten der Welt, wurde für die geplanten Olympischen Spiele 1916 errichtet, die wegen dem Ersten Weltkrieg schließlich ausfallen mussten.

Die Olympischen Spiele wurden 1931 an Berlin vergeben, rund zwei Jahre vor den Reichstagswahlen mit der nachfolgenden Machtergreifung. Der neue Reichskanzler änderte schließlich die Umbaupläne und ordnete, wegen des propagandistischen Effekts, den Abriss des Deutschen Stadions und den Neubau des heutigen Olympiastadions an. Im Grundriss ähnelt das neue Olympiastadion antiken Sportstätten, es wurde mit dem Start der Olympischen Sommerspiele am 1.8.1936 eröffnet. Die inneren Bereiche des Außengeländes sind mit Plastiken und Skulpturen verziert, am bekanntesten sind „Die Staffelläufer“ und „Der Diskuswerfer“ von Karl Albiker.

Die Firma Blaupunkt betrieb während des Zweiten Weltkriegs Produktionsanlagen für Zünder in den Katakomben vom Olympiastadion. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs kam es auch in der Umgebung des Olympiastadions zu Kampfhandlungen. Dabei kam es zu nicht allzu schweren Schäden am Olympiastadion. Einige Krater zierten das Spielfeld, der Glockenturm wurde durch Brand zerstört, er wurde 1947 gesprengt und im Jahr 1962 neu aufgebaut. Das Stadium erhielt 1974 für die Fußball-Weltmeisterschaft eine Teilüberdachung.

Ein weiterer Umbau erfolgte während des Spielbetriebs in der Zeit von 2000 bis 2004 für die nächste Fußball-Weltmeisterschaft 2006 Deutschland. Dabei blieben 70% der historischen Bausubstanz erhalten. Ein herrausragendes Kennzeichen des neuen und renovierten Olympiastadions ist die Tartanbahn, die in den Vereinsfarben des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC aufgezogen wurde. Das Stadion erhielt im Jahre 2004 eine Kapelle, deren Glockengeläut jedoch aus einer eingespielten Tonbandaufnahme der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche stammt.

Heute ist der Bundesligist Hertha BSC Hauptnutzer des Olympiastadions, seit 1985 finden hier auch die jährlichen DFB Pokalendspiele im Fußball statt. Dieser Beitrag wurde angeregt vom Fußball Shop Hart-am-Ball.de. Wir wünschen dem Olympiastadion Berlin eine weitere tolle sportliche Zukunft.